Blut ist dicker als Wasser


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Kleine Mädchen haben große Träume. Beim Rollschuhlaufen im ehemaligen Saal , beim Rauf und Runter auf den zahlreichen Treppen im großen Haus, beim Spielen im gepflasterten Innenhof, in der Wurstküche, in den alten Ställen, in dem großen Garten. Hier könnte man etwas tolles machen. Leider war ich damals noch zu klein, um all diese Träume zu verwirklichen.

Nachdem ich meinen Mann davon überzeugt hatte mit mir nach Meerholz zurück zu kommen, krempelten wir die Ärmel hoch. Von Grund auf begannen wir das alte Haus wieder zu einem Schmuckstück zu machen. Zu reinigen, zu hegen und zu pflegen. Nachdem wir uns bestens mit der Geschichte und den Ereignissen des Hauses auseinandergesetzt hatten, begannen wir die Wirtschaft mit alten und neuen Details zu einem Ort zu machen in dem man Geschichte spüren sollte.

Felle statt Plüsch. Handkes statt Sushi. Improvisation statt Perfektion. Vol Allem regional statt global.

Die Verbundenheit zur Region spiegelt sich nicht nur in der Karte wieder. wir beziehen unser Fleisch ausnahmslos aus artgerechter Tierhaltung aus dem Vogelsberg, das Gemüse aus regionalem Anbau, das Brot und Weckmehl vom Bäcker nebenan.

Einfach wie früher schon.

Die Familie sieht es gerne, führen die Kinder den Betrieb im sinne der Familie weiter. Das ist im Wirtschaftlichen Bereich notwendig und bei firmen mit Tradition Pflicht. Der Besitz der alten Generation und die kreativen Ideen der jungen Generation sind meist eine gute Mischung – vorausgesetzt die meist unterschiedlichen Temperamente sind vereinbar und Familienstreitigkeiten bleiben weitgehend außen vor.

Mit Hilfe vieler Zeitzeugen wurden uns Erlebnisse berichtet die uns erahnen ließen, welch geschichtliches sich in der Gaststätte Kaufmann und im alten Saal abgespielt hat. Das macht diesen Platz so ungemein wertvoll, und sogar an dem ein oder anderen Tag spürt man die Anwesenheit der Vorfahren. Ein Ort der Begegnung sollte es werden. Der Generationen zusammen führt. An dem Alt und jung zusammen sitzen.

Auf den Grundmauern aus dem Jahr 1789 entstand bitte des 19. Jahrhunderts eine Gaststätte, der Anfang der 20. Jahrhunderts der Saalbau im 1. Obergeschoss folgte. Zu dieser Zeit Austragungsort der Kirmes und vieler anderer Kulturveranstaltungen. Es diente als Wohnsitz des Bürgermeisters, zeitweise auch als Umschnallstation für Pferdefuhrwerke.

Das Anwesen war bis 1890 ist es im Besitz der Familie Kaufmann. Seit 2008 befindet sich das Restaurant Kaufmanns wieder in Familienbesitz. Viele Dinge im Gebäude, im Biergarten und im Restaurant erinnern noch heute an die gute alte Zeit.

mich erfüllt es jeden Abend mit Freude und Stolz meinen Traum, zusammen mit meinem mann erfüllt zu haben.

in diesem sinne willkommen bei Kaufmanns

Susanne Kaufmann und Gian Petro Iaconeta

Gaststätte Kaufmanns

In der Neugasse wurde auf den Grundmauern eines Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert etwa Mitte des 19. Jahrhunderts eine Gaststätte gegründet.

seit 1890 befindet sie sich im Besitz der Familie Kaufmann. Das Anwesen bestand 1908 aus einem Wohnhaus mit Anbau, Scheuer mit Stallung, Kulturhaus mit Waschhaus, Kegelhaus, Saalbau mit gewölbtem Viehstall, Schweinestall, Halle mit Waschküche und Aborten.

Dazu gehörte im Nebengebäude eine Metzgerei. Der Saalbau wurde Heimstätte für den Gesangsverein, auch feierte man hier die Jährliche Kirmes.

Die Gastronomie wurde in den 1960er Jahren an Pächter vergeben dem allgemeinen Trend folgend zogen sich die Vereine in eigene Gebäude und Räume zurück.

Mit der Eröffnung der Meerholzer Sport und Kulturhalle wurde diese Tendenz weiter verstärkt und führte zu einem Niedergang der Gaststätte.

zu beginn des 21. Jahrhunderts wagte die Familie Kaufmann und Iaconeta  mit der Neueröffnung des Restaurants am 21. Juni 2008 einen Neuanfang.

Bei den Wirtsleuten Susanne Kaufmann und ihrem Ehemann Gian Pedro Iaconeta hat sich gemeinsam mit der Kulturstation ein kultureller und Kulinarischer Treffpunkt in Meerholz entwickelt.

Auch der ehemalige Tanzsaal im obergeschoss wurde aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Mit dem massiven Umbau und Räumung der Altlasten wurde der Glanz des vergangenen Jahrhunderts neu hergestellt und neues Leben eingehaucht.

Mit vielen liebevollen Details aus Alt und Neu haben es Gian Petro Iaconeta und Susanne Kaufmann geschafft den charmanten Antiklook wieder herzustellen.

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